← Zur StartseiteIdeensammlung · Raspberry Pi

Diese zehn Ideen begleiten mein Video auf Instagram. Wenn du tiefer in die Thematik und die Denkweise dahinter einsteigen möchtest, schau dir meinen Substack-Artikel an.
Ein Pi mit kleinem Display und einer schönen Tastatur, auf dem nur ein schlichter Texteditor läuft, sonst nichts. Kein Browser, keine Benachrichtigungen, nur du und die leere Seite. Für Tagebuch, Gedichte oder das nächste Kapitel ist das eine moderne Version der alten Schreibmaschine, und als erstes Projekt fast unschlagbar einfach, weil kaum Software nötig ist.
Mit der freien Software RetroPie wird der Pi zu einer kleinen Konsole für Klassiker aus den 80ern und 90ern. Das ist das klassische Einsteigerprojekt, es liefert schnelle Erfolgserlebnisse, und es eignet sich wunderbar als gemeinsames Bastelprojekt mit Kindern.
Mit der kostenlosen Software Kiwix packst du eine komplette Wikipedia, Reiseführer oder tausende Bücher aus dem Projekt Gutenberg lokal auf den Pi, ganz ohne Internet. Solche Offline-Bibliotheken stecken auch in bekannten Krisen- und Vorsorge-Geräten, und sie machen sehr greifbar, was digitale Unabhängigkeit im Alltag bedeuten kann.
Hier steckt der Reiz vor allem im Gehäuse. Ein altes Radio, eine Brotdose, ein Kosmetikkoffer oder ein kaputtes Retro-Gerät vom Flohmarkt wird zum neuen Zuhause für den Pi. Technisch bleibt es simpel, gestalterisch ist es komplett deins, und der Gedanke, aus Elektroschrott etwas Eigenes zu machen, ist Teil des Charmes.
Ein sparsamer Pi Zero 2 W mit einem E-Ink-Display, gedacht zum Lesen und Journaling. Das Display ist augenfreundlich, der Stromverbrauch winzig, die Akkulaufzeit dafür lang. Entschleunigte Technik statt grellem Dauerlicht.
Aus dem Pi wird ein Werbe- und Tracker-Blocker, der fürs ganze Heimnetz gilt, also für jedes Gerät im Haus gleichzeitig. Das ist eines der dankbarsten Einsteigerprojekte überhaupt, in etwa einer Stunde eingerichtet, und der Effekt ist sofort spürbar. Datenhoheit im Alltag, ganz konkret.
Mit Nextcloud auf dem Pi entsteht ein privater Dropbox-Ersatz für Fotos, Notizen und Dateien, die das eigene Zuhause nie verlassen. Ein bisschen mehr Einrichtung als beim Pi-hole, aber gut dokumentiert, und plötzlich wird das abstrakte Wort Eigentum sehr real.
Das ist die Königsdisziplin dieser Liste und zugleich das Herz von lokaler KI. Ein Pi 5 mit 8 GB, dazu die Software Ollama und ein kleines Sprachmodell wie Gemma, ein Touchscreen dazu, und du hast einen Chat-Assistenten, der komplett offline auf dem Schreibtisch läuft. Ein Modell wie gemma3:1b schafft dabei rund achtzehn bis zweiundzwanzig Wörter pro Sekunde auf dem Pi, schnell genug fürs echte Ausprobieren. Etwas ambitionierter, aber der greifbarste Beweis, dass man KI besitzen kann.
Mit einem kleinen LoRa-Funkmodul entsteht ein Gerät, das Textnachrichten über Kilometer verschickt, ganz ohne Mobilfunk und ohne Internet. Das ist eher etwas für Fortgeschrittene, passt aber perfekt zum Gedanken der Unabhängigkeit, gerade für den Fall, dass das Netz einmal ausfällt.
Ein robuster kleiner Pi, auf dem die kindgerechte Programmiersprache Scratch und ein paar Lernspiele laufen. So lernen Kinder spielerisch das Programmieren und verstehen Technik von innen. Ein schönes gemeinsames Projekt, das nebenbei zeigt, dass man Geräte selbst gestalten kann, statt sie nur zu benutzen.
Der nächste Schritt
Die Cyberdeck-Ideen zeigen dir, was mit einem kleinen Computer möglich ist. Mein Einsteigerguide für lokale KI nimmt dich Schritt für Schritt an die Hand, damit auf deinem Deck (oder deinem Laptop) am Ende wirklich ein KI-Modell läuft, das ganz dir gehört. Ohne Cloud, ohne Abo, ohne dass jemand mitliest.
Folg mir auch auf Instagram für einen Einblick in das Cyberdeck, das ich gerade baue. Denn das schönste Gefühl ist, das erste Mal einen Computer erschaffen zu haben, der ganz dir gehört.